Die Diktatur der Demokratie

Autor: Grzegorz Kucharczyk

Der militante Laizismus bleibt nicht bei der Verdrängung der Kirche und des Christentums aus den wichtigsten Bereichen des öffentlichen Lebens stehen, sondern er maßt sich das Recht auf eine dominierende Stellung an, wobei er diejenigen verfolgt, die es wagen, der aktuell verpflichtenden „Linie des Fortschritts und des Modernismus“ zu widersprechen. Im Grunde genommen nimmt der Laizismus auf diese Weise sämtliche Merkmale einer Religion an.

 

Das repressive Gesicht dieses militanten Laizismus zeigt sich am deutlichsten in der sog. Gleichstellungsgesetzgebung, die in den letzten Jahren zu beiden Seiten des Atlantiks verabschiedet wurde. Ihren liberalen Urhebern nach soll sie „homophobe Vorurteile“ bekämpfen und die „Hassrede“ (hate speech) aus dem öffentlichen Leben entfernen. Die Kultivierung solcher „Vorurteile“ sowie die Verwendung der „Hasssprache“ werden mit Gefängnisstrafen oder hohen Geldbußen sanktioniert.

 

Auf diese Weise wurde ein Instrument geschaffen, mit dem Christen unter Druck gesetzt werden können, die es wagen, öffentlich an die Lehre der Heiligen Schrift und der Kirche in Bezug auf sexuelle Abweichungen zu erinnern. Vor einigen Jahren war der Fall eines schwedischen Pastors in aller Munde, der es „wagte“, genau dies zu tun (also seine seelsorgerlichen Pflichten gewissenhaft zu erfüllen), wofür er jahrelang mit Gerichtsverfahren belästigt wurde.

 

 

Mehr in "Liebt einander" Nr 2-2011.

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