Bewegung der Reinen Herzen für Eheleute

Autor: ks. Mieczysław Piotrowski TChr

 

“Es gibt das ‘große Geheimnis’, also die Kirche und die Menschheit in Christus, nicht ohne das ‘große Geheimnis’ des ‘einen Leibes’ … was nichts anderes als Ehe und Familie bedeutet” (Johannes Paul II: Brief an die Familien, 19).

 

Jesus Christus appelliert an jeden von uns, wir sollten uns so lieben, wie Er uns geliebt hat (vgl. Johannes 15, 12). Nur in so einer Art der Liebe kommen der Sinn des Lebens und die Wahrheit über die menschliche Sexualität zum Ausdruck. Dementsprechend soll die menschliche Sexualität ihrem Wesen nach die Liebe Gottes durch die fleischlich-geistige Einheit der Eheleute ausdrücken. So sieht die Wahrheit über unsere Sexualität und die Ehe, wie Jesus sie uns verkündet hat,  aus. Es ist eine frohe Botschaft, die gleichzeitig auch hohe Anforderungen stellt. Und es ist deshalb so, weil jede wahre Liebe ausnahmslos und immer viel vom Menschen fordert.

Wenn Jesus über die Bedeutung der Sexualität spricht, dann berührt er die innersten Bereiche des Menschen - d.h. die größten Sehnsüchte und Wünsche, gleichzeitig aber auch unser größtes Elend, verursacht durch Egoismus und Sünde. Auch wenn wir uns nach Liebe sehnen, aber in vielerlei Sünden verstrickt sind, werden wir nicht in der Lage sein, den Sinn unserer Sexualität ohne Jesus Christus zu entdecken. Wenn wir die uns von Gott offenbarte Wahrheit über die menschliche Sexualität nicht annehmen, dann verlieren wir den Sinn unseres Lebens sowie die Freude und das wahre Glück. Als Jesus uns die Wahrheit über uns und unsere Geschlechtlichkeit offenbarte, zeigte Er uns nicht nur deutlich, was einerseits gut für uns ist und was andererseits unser Glück und die Liebe zerstört, sondern gab uns auch Seine Gnade, um uns aus der Sklaverei der Sünde zu befreien, alle unsere Verletzungen zu heilen und unsere Herzen zu der Liebe zu befähigen, mit der Er uns liebt. Ist dies nicht eine wunderbare und frohe Botschaft?

Warum erfährt also die Sexuallehre der Kirche einen so immensen Widerstand? Weshalb verwerfen so viele Menschen die Lehre Jesu, die das Schlechte an den Verhütungsmitteln, den Scheidungen und dem Leben ohne Trauschein aufzeigt? Die Menschen, die sich so verhalten, verstehen durch ihre Ignoranz und ihre Verstrickungen die wunderbare Bedeutung, die Gott unserer Sexualität beimisst, überhaupt nicht.

Papst Johannes Paul II. stellte fest, dass Gott uns durch die Sexualität zu einer “bräutlichen Liebe” beruft, die unserem Sein auf dieser Erde einen endgültigen Sinn verleiht. Der Papst führt seine Feststellung noch weiter, indem er schreibt, dass, wenn man nicht in der Lage ist, die Wahrheit über die menschliche Sexualität zu verstehen, man auch nicht in der Lage sein wird, das Christentum an sich zu verstehen (Brief an die Familien, 19). Die Heilige Schrift beginnt mit der Geschichte des ersten Ehepaares Adam und Eva und endet mit der Beschreibung der Vermählung Christi mit der Kirche. Die Liebe Gottes zu den Menschen wird im Alten Testament in Bildern von der Liebe eines Mannes zu seiner Frau geschildert. Im Neuen Testament vermählt sich Gott in Jesus Christus mit uns für alle Ewigkeiten, das heißt, Er führt uns in die engste Kommunion mit sich selber. Diesen ewigen Plan von der Liebesvereinigung der Menschen mit sich selber hat Gott auch in die Bedeutung von Geschlechtlichkeit und Ehe eingeschlossen.

Um immer besser die Bedeutung und das Wesen der Berufung zur Ehe verstehen zu können und aus dem Ehesakrament alle nötigen Gnaden zu schöpfen, lädt Jesus die Eheleute dazu ein, sich der Bewegung der Reinen Herzen für Eheleute anzuschließen. Es reicht aus, wenn man zur Beichte geht, Jesus in der hl. Kommunion empfängt und dann gemeinsam das folgende Gebet spricht:

 

„Herr, ich übergebe Dir mich selbst, mein Gedächtnis, meinen Verstand, meine Seele und meinen Körper. Bitte, lehre mich, meine Frau (meinen Mann) und meine Kinder mit einer Liebe zu beschenken, die von Dir stammt. Herr Jesus Christus, gib uns beiden reine Herzen gleich Deinem Herzen, damit unser gemeinsames Leben durch eine weise, großzügige, hingebungsvolle, nicht egoistische Liebe gestaltet wird, die treu Deine Gebote verteidigt und hält. Möge uns dabei das tägliche Familiengebet helfen: der Rosenkranz, der Barmherzigkeitsrosenkranz, gemeinsamer Gottesdienstbesuch, häufiger Kommunionempfang. Und jeder schwere Fall sei sofort in der
Beichte vor Gott getragen.

Herr Jesus, sei Du der einzige Beherrscher unseres Lebens. Lehre mich, meine sexuellen Regungen und Emotionen zu kontrollieren, damit die Liebe zu meiner Frau (meinem Mann) und meinen Kindern nicht von Stimmungen und Gefühlszuständen abhängt, sondern sich in beständiger Fürsorge und liebendem Dienst äußert. Ich bitte Dich um eine reine, eheliche Liebe, damit ich mich meiner Ehefrau (meinem Ehemann) uneigennützig schenken kann. Reinige unsere Liebe von allem Egoismus, damit wir immer einander verzeihen, keinen Groll gegeneinander hegen und füreinander beten.

Um die Reinheit des Herzens zu bewahren, nehme ich mir vor, niemals pornografische Zeitschriften, Programme oder Filme zu kaufen, zu lesen oder anzuschauen, keine Verhütungsmittel zu verwenden und immer für jedes Kind offen zu sein, mit dem Gott uns beschenken möchte. Ich bitte Dich Herr um Deine Hilfe, damit ich alles meide, was abhängig macht, versklavt und zum Bösen verführt. Maria, meine Mutter, führe mich auf den Wegen des Glaubens zur einzigen Quelle der Liebe in unserer Ehe – zu Jesus – damit ich Ihm stets vertraue und glaube. Amen.“

 

Informiert uns über Euren Beitritt in die BDRHE, indem Ihr uns Eure Adresse, Eure Geburtsdaten sowie das Datum des Beitritts mitteilt. Wir tragen Euch in das Buch der BDRHE ein und schicken Euch einen besonderen Segen.

 

P. M. Piotrowski

mit dem Redaktions-Team

Abonnieren

Wenn Sie eine PDF-Nummer herunterladen möchten:

  • Anmeldung, Wenn Sie unser Kunde sind und unsere Zeitschrift abonnieren
  • Abonnieren, Wenn Sie das noch nicht gemacht haben
Voriger Artikel   |   Nächster Artikel Zurück