

Die Bekehrung des Hermann Cohen
Die göttliche Berührung
Der aus einer reichen jüdischen Familie stammende Cohen dachte nicht weiter über die Konsequenzen eines Konzerts in einer katholischen Kirche nach. Es interessierten ihn ausschließlich die Musik, die gut ausgebildeten Sänger und die Gunst des Prinzen. Der Chor sollte der Andacht zur Muttergottes einen feierlichen Rahmen verleihen. Hermann beobachtete in aller Ruhe die in der Kirche versammelten Menschen. Er fühlte sich durch ihre Andacht angezogen. Als die Feierlichkeiten sich dem Ende nahten, bemerkte der Musiker etwas Unerklärliches. Der Priester stellte auf den mit Blumen und Kerzen geschmückten Altar salbungsvoll einen goldenen Gegenstand hin und verbeugte sich dann ehrfurchtsvoll davor. Dann, nach einem Augenblick, stand der Priester auf, erhob den wertvollen Gegenstand in die Höhe und zeichnete mit demselben ein Zeichen des Kreuzes über die Köpfe der Gläubigen … Cohen kannte diesen Segen mit dem Allerheiligsten nicht. Er erfuhr jedoch eine innere Berührung, vergleichbar mit einem sanften Drängen. Dieser Zustand hielt mehrere Tage lang an. Am nächsten Freitag ...
Der vollständige Artikel erscheint auf dieser Seite ab der Ausgabe "Liebt einander!" 2/2010
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