Heute ist: Sonntag 05.09.2010

Die Bekehrung des Hermann Cohen

Autor: redakcja

 

Dies ist die Geschichte von der Bekehrung des Hermann Cohen, eines bekannten Pianisten jüdischer Herkunft, der in den Jahren 1820-1871 lebte. Hermann Cohen war ein gefeiertes Mitglied der französischen Gesellschaft zur Zeit der Romantik. Er war ein bewunderter Virtuose und nutzte jahrelang seine gesellschaftliche Stellung, um das Leben zu “genießen” und sich alle Wünsche zu erfüllen. Er war mit Franz Liszt befreundet und traf sich mit George Sand. Am 28. August 1847 wurde er getauft und nahm einen neuen Namen an: Maria Augustinus Heinrich. Von diesem Tage an begann für ihn ein neues Leben…
 

Die göttliche Berührung 

Es war im Mai des Jahres 1847. Paris schien wie immer ein magischer Ort zu sein - schon allein der Name “Paris” war für viele gleichbedeutend mit Glück. Tausende von Menschen hofften, hier Reichtum, Vergnügen, unbeschwerte Augenblicke und vielleicht sogar Erfolg zu finden. In den Pariser Salons versammelten sich Politiker und Künstler, Aristokraten, Freidenker, kurzum Menschen, die berühmt werden wollten. Eines freitagabends suchte Prinz Moskowa einen Dirigenten, der in der Lage wäre, den Chor in der Kirche der hl. Valerie zu leiten. Es sagte ein aus Deutschland stammender, talentierter Pianist zu - der Bankierssohn Hermann Cohen.

Der aus einer reichen jüdischen Familie stammende Cohen dachte nicht weiter über die Konsequenzen eines Konzerts in einer katholischen Kirche nach. Es interessierten ihn ausschließlich die Musik, die gut ausgebildeten Sänger und die Gunst des Prinzen. Der Chor sollte der Andacht zur Muttergottes einen feierlichen Rahmen verleihen. Hermann beobachtete in aller Ruhe die in der Kirche versammelten Menschen. Er fühlte sich durch ihre Andacht angezogen. Als die Feierlichkeiten sich dem Ende nahten, bemerkte der Musiker etwas Unerklärliches. Der Priester stellte auf den mit Blumen und Kerzen geschmückten Altar salbungsvoll einen goldenen Gegenstand hin und verbeugte sich dann ehrfurchtsvoll davor. Dann, nach einem Augenblick, stand der Priester auf, erhob den wertvollen Gegenstand in die Höhe und zeichnete mit demselben ein Zeichen des Kreuzes über die Köpfe der Gläubigen … Cohen kannte diesen Segen mit dem Allerheiligsten nicht. Er erfuhr jedoch eine innere Berührung, vergleichbar mit einem sanften Drängen. Dieser Zustand hielt mehrere Tage lang an. Am nächsten Freitag ...

 

Der vollständige Artikel erscheint auf dieser Seite ab der Ausgabe "Liebt einander!" 2/2010
Willst Du diesen Artikel schon heute lesen, dann bestelle hier.

Abonnieren

Wenn Sie eine PDF-Nummer herunterladen möchten:

  • Anmeldung, Wenn Sie unser Kunde sind und unsere Zeitschrift abonnieren
  • Abonnieren, Wenn Sie das noch nicht gemacht haben
Voriger Artikel   |   Nächster Artikel Zurück