In vitro - ein Leben auf Kosten des Todes

Autor: Tadeusz Wasilewski

Es ist eine unanfechtbare wissenschaftliche Tatsache, dass das menschliche Leben im Moment der Empfängnis beginnt. Und man darf nicht vergessen, dass bei der In-vitro-Methode statistisch fünf bis sechs andere menschliche Wesen vernichtet werden, um ein Kind ins Leben zu rufen.

Ich sollte zunächst mit der Klärung gewisser physiologischer Gesetzmäßigkeiten beginnen. Wenn nämlich ein Ehepaar, ein Mann und eine Frau, 35 Jahre oder jünger sind und sich um die Zeugung eines Kindes bemühen, und wenn sie dabei hundertprozentig gesund sind, dann beträgt die Chance für eine Empfängnis innerhalb eines Monatszyklus der Frau etwa 20%. Und gemäß der Definition der Weltgesundheitsorganisation WHO bedeuten diese 20% eine Wartezeit bis zu einem Jahr. Wenn innerhalb eines Jahres keine Schwangerschaft eintritt, kein neues menschliches Wesen erscheint, sprechen wir von ehelicher Unfruchtbarkeit.

Die WHO ging dabei von der Annahme aus, wir seien vollkommene Analphabeten, was die Einschätzung unseres Organismus, unserer Fruchtbarkeit anbetrifft. Denn es zeigt sich, dass wenn die Frau ihre Fruchtbarkeit beobachten kann, in ihrem Monatszyklus die Tage erkennen kann, die am besten für die Zeugung eines neuen menschlichen Wesens geeignet sind, die Chancen darauf auf bis zu 30% und mehr ansteigen. Und dann verkürzt sich auch mit Sicherheit die Wartezeit auf das Kind, sogar bis auf ein halbes Jahr.

Mehr in "Liebt einander" 2-2011.

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